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04.10.2019 10:06
Team Mittelfranken kratzt bei Premiere an einer kleinen Sensation

Das Team Mittelfranken hat seine ersten Gehversuche in der Kreisliga bravourös gemeistert und nach anfänglicher Spieltaktik „volle Windel“ zwei überzeugende Auftritte gezeigt. Beim 0:3 gegen TS Herzogenaurach konnten zwei Sätze durchaus knapp gestaltet werden, bei der folgenden Tiebreak-Niederlage gegen die SG Neunkirchen/Erlangen schnupperte das Team bereits an einer ersten, kleinen Sensation.

Die Bezirksauswahlmädels der Jahrgänge 2006/07 um das Trainergespann Hoefer/Wolfsteiner spielen diese Saison eine halbe Runde in der Kreisliga mit, um sich besser auf den anstehenden Bayernpokal vorbereiten zu können. Ziel ist es dabei, allen Spielerinnen der Auswahl die Gelegenheit zu geben, sich spielerisch und systemseitig entsprechend weiterentwickeln zu können.

Die Ausbildung der einzelnen Spielerin steht hierbei klar im Vordergrund und Spielerwechsel um des Erfolges wegen gibt es nicht. Jede soll und darf kräftig ihre Erfahrungen sammeln und es wird dabei nicht rein nach Leistung aufgestellt.

In der ersten Partie mussten sich die jungen Mädels zunächst mal die Nervosität aus den Schuhen spielen. Sie spielten brav mit, hatten aber noch nicht den Mumm, selber im Angriff was zu versuchen. Doch nach einem 12:25 hielt dank der ersten starken Ausschlagserien der Mut Einzug im Team Mittelfranken. Und die Mädels setzten den TSH-Mädels kräftig zu und wechselten erhobenen Hauptes nach dem 22:25 die Seiten. Sogar bis zum 16:16 im dritten Set konnte die Truppe das Spiel offen gestalten, die Mädels folgen nur so über’s Parkett, machten auch einige sehenswerte Angriffspunkte. Am Ende waren sich alle einig, ein gelungenes Debut trotz der 0:3-Niederlage.

Im folgenden Match gegen die SG Neunkirchen/Erlangen sollte es noch besser werden. Besonders in der Defensive, mit Systemsicherheit und phasenweise gutem Aufschlagspiel überzeugten die jungen Wilden, mit großen Augen staunten sie selber nicht schlecht beim Blick auf die Anzeigetafel. Über 10:5 und 22:16 zeigten sie, was sie schon draufhaben und brachten am Ende sogar mit leicht zittriger Hand den ersten Satzgewinn über die Ziellinie (25:23). Das Spiel wog auch in den Folgesätzen hin und her, mal überzeugten die Mädels, mal brachten sie sich selber durch unnötige Fehler unter Druck, und manchmal mussten sie einfach der Erfahrung des Gegners Tribut zollen. Doch die Tiebreak-Niederlage (25:23; 13:25; 15:25; 25:19; 7:15) war für die Mädels trotzdem ein gefühlter Sieg und fast die erste kleine Sensation am Premierenspieltag.

„Am Ende sind den Mädels nach acht aufregenden Sätzen auch etwas die Körner ausgegangen und wir haben es dem Team mit ständig geänderten Aufstellungen auch wirklich schwer gemacht.“ Für Trainer Armin Hoefer war der Saisonauftakt für das Team Mittelfranken absolut gelungen, seine Mannschaft kann durchaus positiv in die Zukunft schauen.

Kategorie: Sport

Von: Armin Höfer

Ergebnisdienst MFR

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