MFR-Team Scholze/Uhl holt beim U17 Bundespokal die Bronzemedaille für Bayern
Vom 23.-25.07.21 fand in Berlin der Bundespokal Beach für U17-Auswahlmannschaften statt.
Mit dabei mit Scholze/Uhl (beide TSV Ansbach) auch ein Team aus Mittelfranken.
Janne Uhl und Luisa Scholze vom TSV Ansbach wurden aufgrund der Länderwertung als Team Bayern 1 sogar auf Platz 1 aller 32 Teams gesetzt und die Mädels waren gespannt, wie sie sich auf ihrem ersten Beachturnier auf Bundesebene schlagen würden. Nach einer 2-tägigen Vorbereitung mit den anderen Mädels und Jungs der Bayernauswahl in Berlin und der Gewissheit, dass die Fingerverletzung von Luisa Scholze, die sie sich erst eine Woche vorher zugezogen hatte, kein Problem darstellt, ging es am Freitag früh endlich los.Bedingt durch die Setzliste warteten allerdings bereits in der Gruppenphase zwei sehr starke Teams aus Baden-Württemberg und vom Westdeutschen Volleyballverband (Platz 3 + 2 der Länderwertung).
Der Start ins Turnier gelang trotzdem recht ordentlich und auch wenn es noch nicht besonders rund lief, war mit dem 1. Sieg gegen Rederer/Weinmann vom MTV Stuttgart (15:8, 15:13) ein erster wichtiger Schritt getan.
Im 2. Spiel gegen Daubert/Maidhof vom Olympiastützpunkt aus Münster, die u.a. bereits mehrere DVV-Punkte besitzen, wartete bereits ein erster Gradmesser.
Eine sehr wacklige Annahme beim Gegner brachte aber schnell eine beruhigende Führung, die auch ohne größere Probleme mit 15:8 über die Ziellinie gebracht werden konnte. Im 2. Satz wendete sich das Blatt aber und bevor man sich versah, war der Satz mit 9:15 verloren und der 3. Satz musste entscheiden. In diesem sah es bei einer 11:4 Führung zunächst nach einer klaren Sache aus, als der Gegner aber plötzlich zum 11:11 ausgleichen konnte wurde es doch noch einmal extrem spannend, der Satz und damit der Gruppensieg konnte mit 15:12 dann zum Glück aber doch noch eingefahren werde.
Somit war ein Platz im Gewinnerbaum und damit in der vorderen Hälfte der 32 teilnehmenden Mannschaften gesichert.
Nachdem am Samstagmorgen zunächst Brodowski/Lange vom Schweriner SC, sehr deutlich bezwungen werden konnten (15:4, 15:5), kam es anschließend zum ersten innerbayerischen Duell gegen Miracle Echipue/Emilia Jordan (Team Bayern 3). Doch auch dieses Spiel konnte sehr souverän und viel klarer als erwartet mit 15:2, 15:5 gewonnen werden, so dass nur noch ein Sieg fehlte, um den Sprung ins Halbfinale zu schaffen.
Im Viertelfinale wartete mit Higgelke/Weinert ein Team vom Hamburger VV, aber auch dieser Gegner war mit der unglaublichen Präsenz von Janne Uhl im Block und dem überlegten Spiel von Luisa Scholze komplett überfordert, so dass auch in diesem Spiel ein sehr deutlicher Sieg eingefahren werden konnte (15:6, 15:6). Ein Platz unter den Top 4 war somit gesichert und auch mit den gezeigten Leistungen konnte man bisher mehr als zufrieden sein.
Im Halbfinale kam es nun zum zweiten Bayerischen Duell gegen Antonia Herpich und Alena Pauker (Straubing/Sonthofen – Bayern 2).
Nach einem ziemlich deutlich gewonnen 1. Satz (15:9) hatten die beiden Ansbacher Mädels beim Stand von 14:13 bereits Matchball. Doch, nachdem dieser leider nicht genutzt werden konnte, ging der Satz mit 18:20 letztlich doch noch knapp verloren. Der 3. Satz begann sehr ausgeglichen, beim Stand von 6:7 mussten die beiden Mittelfranken allerdings eine Auszeit nehmen, da Janne Uhl mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte. Nach einer mehrminütigen „Medical Timeout“ wurde das Spiel zwar fortgesetzt, allerdings hatten die Mädels dem Gegner jetzt nichts mehr entgegenzusetzen und verloren den Satz noch deutlich mit 9:15.
Der Traum vom Finale war somit ausgeträumt, doch auch das Spiel um Platz 3 gegen die an Position 2 gesetzten Dreßen/Ottens aus Münster, dass bereits 30 Minuten später angepfiffen werden sollte, stand nun auf der Kippe und man musste abwarten, ob sich Janne rechtzeitig erholen würde. Da sie es aber unbedingt versuchen wollte, gab sie wenige Minuten vor Spielbeginn ihr OK und das Team begab sich praktisch direkt zum Aufschlag aufs Feld.
Der 1. Satz wurde dementsprechend auch ziemlich klar verloren und auch die teilweise taktische Umstellung mit Luisa im Block und Janne in der Abwehr, um sie ein wenig schonen, musste zunächst verarbeitet werden. Im 2. Satz geschah dann aber doch noch ein kleines Wunder, denn gepusht durch einige gelungene Aktionen und den Anfeuerungen insbesondere der Bayerischen und Berliner Jungs, spielten sich die Mädels in einen kleinen Rausch und gewannen die beiden folgenden Sätze mit 15:9 und 16:14.
Damit war die Bronzemedaille gesichert und unter dem Jubel der Zuschauer sanken beide Mädels erschöpft zu Boden.
Als Fazit bleibt, dass das MFR-Team aus Ansbach tatsächlich zu den besten Teams in dieser Altersklasse in Deutschland zählt!
Mit etwas mehr Glück hätte vielleicht auch der ganz große Wurf gelingen können, am Ende ist die Freude über Bronze aber definitiv größer als die Enttäuschung, das Finale knapp verpasst zu haben.
Herzlichen Glückwunsch an Janne und Luisa für diesen tollen Auftritt!